Plastik

Therapie für den ganzen Menschen.

Therapie soll uns helfen zu einem tieferen, befriedigenderen Leben zu gelangen, erfüllende Beziehungen mit anderen Menschen einzugehen und ein gutes Selbstgefühl zu entwickeln. Aber das, was uns an der Verwirklichung unseres Potentials hindert, zieht sich durch allen Ebenen unserer Existenz, daher können wir dies nicht erreichen, wenn wir nur mit einem Aspekt unseres vielfältigen Wesens arbeiten.
Es nützt nichts, zum Beispiel, den Bereich der Emotionen zu leugnen, keine Gefühle haben zu wollen, weil sie schmerzhaft sind oder weil wir Angst haben, von ihnen überschwemmt zu werden. Ebenso ist es einseitig den Verstand, den "Kopf" zu verteufeln und nicht mehr denken zu wollen. Und sich mit dem Körper nur so zu befassen, dass man ihn ändern will, durch Diäten, übertriebene Fitness-Trainings usw, zeugt letztlich nur von tiefer Körperfeindlichkeit.
So haben wir die Verbindung zu wichtigen Aspekten unseres Selbst verloren bzw unter dem Druck des Leides und der Verwirrung unserer vergangenen, auch kindlichen Erfahrungen unterdrücken müssen. Mein Ansatz ist es, mit dem ganzen Menschen zu arbeiten, die "verlorenen" Teile behutsam wieder aufzusuchen und zu integrieren, damit ein tiefer Heilungs- und Verwandlungsprozess sich entwickeln kann; ein Prozess, der wieder ins Leben führt, in ein tieferes, erfüllenderes Leben als bisher möglich war.
Ich möchte dem Menschen auf allen Ebenen begegnen und Therapie machen:

auf der körperlichen Ebene:

-durch Übungen und spontane Bewegungen und Spielen

-durch Berührung, Massage, Shiatsu

-durch Wahrnehmen und Verstärken der Impulse und Blockaden des Körpers

-durch Erspüren der energetischen Muster in Gesten, Haltungen, Stimme und im ruhenden Körper


auf der Gefühlsebene:

-durch die direkte Arbeit mit den Gefühlen, wann und wo immer sie auftauchen, indem sie Vorrang haben, verstärkt werden können, sich Ausdruck verschaffen dürfen, körperlich und verbal.


auf der geistigen Ebene:

- im Gespräch

- in gemeinsamen Traumbetrachtungen und -deutungen, im Nachspielen und Nachimaginieren der Träume

- in aktiven Imaginationen und Aufstellungen

- in freien Assoziationen der Gedanken und Bilder


auf der Beziehungsebene:

-indem alle Gefühle, Gedanken und Reaktionen auf mich als Therapeutin offen zugelassen sind und jederzeit bearbeitet werden können




Was ist das Besondere an der "Therapie für den ganzen Menschen?"

Ich kann das am besten beantworten, indem ich meinen Werdegang als Therapeutin beschreibe. Meine Laufbahn begann mit meiner eigenen Primärtherapie und anschließend Ausbildung darin.

Primärtherapie wurde von Arthur Janov in den sechziger Jahren in USA entdeckt und entwickelt. Laut seinem ersten Buch Der Urschrei (1970 Fischer), geschah dies zuerst eher zufällig, indem er, als Leiter einer sonst psychoanalytisch orientierte Therapiegruppe einer der Teilnehmer aufforderte wie ein Baby nach seinen Eltern zu rufen. Das tat der Betreffende mit erstaunlichen Konsequenzen. Er erlebte spontan jene emotionale Katharsis, die Janov in der Folge ein "Primal" nannte, d.h. das Wiedererleben einer traumatischen Erfahrung meistens aus der frühen Kindheit, daher die Bezeichnung Primal Therapy.

Das Primal oder Urerlebnis steht im Mittelpunkt dieser Methode, auch wenn es lange dauern kann, bis es soweit ist. Durch das Zulassen von abgespaltenen oder verdrängten Gefühlen erlebt der Mensch zuerst eine Erleichterung der psychischen Schmerzen oder ein Nachlassen der Depression und sonstige Symptome, die als Abwehr bedrohlicher Gefühle verstanden werden, und auf Dauer kann er/sie sich von den alten Muster befreien und so die negativen Auswirkungen der Vergangenheit überwinden.

Ich hatte selber sehr gute Erfahrungen mit der Primärtherapie gemacht, allerdings begleitet von analytisch orientierten Gesprächen und Traumdeutungen, so dass ich bei den Primärsitzungen, die ja in Gruppen stattfanden, oft schon "präpariert" war und direkt mit den Gefühlen arbeiten konnte. Insofern war es damals schon eine Art Integrative Primärtherapie. Diese unterscheidet sich von der Janov'schen, indem auch anderen Methoden hinzugezogen werden.

Ich fing also zuerst zu assistieren an, um später eigenständig mit der reinen Primärtherapie nach Janov zu arbeiten. Aber nach eine Weile wurde ich unzufrieden. Ich erlebte, dass viele Klienten, die anfänglich eine gute Entwicklung machen und mehr in Kontakt mit ihren Gefühlen kommen, die Tendenz zeigen stecken zu bleiben. Warum? Meines Erachtens hauptsächlich weil das, was in der Beziehung zwischen TherapeutIn und KlientIn sich zum Ausdruck bringt, von Janov nicht berücksichtigt wird. Zweitens wird bei Janov mit geschlossen Augen in der Regel gearbeitet und dadurch wird die Wichtigkeit des Augenausdruckes und des Sich-Anschauens vernachlässigt.

Ich begann mich mit der Arbeit von Wilhelm Reich auseinander zusetzen, dessen großen Verdienst es ist, den Zusammenhang von Körper und Psyche herausgearbeitet und den Körper in die psychotherapeutische Behandlung integriert zu haben.

Ich fing an mehr mit dem Körper zu arbeiten. Da ich eine 3-jährige Ausbildung in Shiatsu (eine chinesische Massagetherapie, die mit den Energiemeridianen arbeitet, die im Westen durch die Akupunktur bekannt geworden sind) absolviert hatte, ließ ich sie jetzt einfließen und begann energetische Körperübungen und Massagen in den Sitzungen zu integrieren. Gleichzeitig besuchte ich Fortbildungen in verschiedenen Reichianischen Methoden, z.B. bei Alexander Lowen in Bioenergetik, und beschäftigte mich gründlich mit Reichs Schriften, vor allem mit der Charakteranalyse. So wurde mir die Wichtigkeit der Beziehungsarbeit mit dem/der KlientIn (Übertragung/Gegenübertragung) bewusst, die auch eine schonungslose Bemühung um Selbsterkenntnis meinerseits fordert. Es wurde mir immer klarer, dass ich die KlientInnen nur so weit begleiten kann, wie ich selbst schon gegangen bin, daher ist für mich der erste Gebot der Therapie, die, dass ich fortlaufend an mich arbeiten muss. Das heißt ja nicht, dass ich "perfekt" sein muss, denn dies wäre eine völlig unrealistische Erwartung,sondern dass ich bereit sein muss, meine Arbeit zu reflektieren (Supervision) und mich auch persönlich weiterzuentwickeln.

Ein weiteres Interesse galt der Analytischen Psychotherapie von C.G.Jung. Er sieht den Menschen in einer fortwährende Entwicklung, einer Art seelische Evolution, die er "Individuation" nennt. In diesem Prozess kann man durch äußeren oder inneren Einflüsse stecken bleiben oder blockiert werden. Ich begann meine Arbeit anders zu begreifen. Anstatt des sog. "medizinischen Modells", wobei der Patient als krank angesehen wird und vom Therapeuten "geheilt" werden müsse, sah ich nun meine KlientInnen als Menschen auf dem Weg zu sich selbst, die in einer Krise stecken und ohne Hilfe nicht mehr weiterkommen.

Im Zuge der Beschäftigung mit der Körperpsychotherapie entdeckte ich die Arbeit von Malcolm und Katherine Brown und nahm Teil an einem Workshop in der Organismischer Psychotherapie im Rahmen der 1. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Körperpsychotherapie. Ich war sofort fasziniert davon und organisierte mit zwei gleichgesinnten Kolleginnen eine Ausbildungsseminar, damit wir von den beiden mehr lernen konnten. Diese Arbeit verbindet genau die verschiedenen Ansätze, mit denen ich mich beschäftigt hatte, auf ganz tiefe und oft verblüffende Weise. Sie basiert auf den beiden Pfeiler der Reichianischen Körperpsychotherapie auf der eine Seite und auf der Analytischen Psychologie von C.G. Jung auf der anderen. Diese Ausbildung war die positivste Gruppenerfahrung meines Lebens. Wir sind gerade dabei eine Supervisionsgruppe in Organismische Psychotherapie zusammenzubringen.

Die Arbeit, die ich jetzt mache ist von allen diesen Einflüssen und Erfahrungen geprägt. Für mich ist wichtig, dass ich den/die KlientIn dort begegne wo er/sie gerade ist. Ich habe in der Regel einen sehr behutsamen Stil und bin bemüht sorgfältig alle Ängste und Befürchtungen zu berücksichtigen und zu würdigen. Auch die Strategien und Taktiken die jemand entwickelt hat, um zu Überleben, sind für mich wichtig und ich behandle sie mit Respekt; schließlich stellen sie eine Quelle von Stärke und Kreativität dar. Ich bin sehr darauf bedacht, einen Schutzraum zu schaffen, indem mit therapeutischer Hilfe der individuelle Prozess sich entfalten kann.

Therapie in Einzelsitzungen zu etwa 90 Minuten: 90Euro bzw 75Euro bzw 60 Euro je nach Einkommenslage
Ermäßigung nach Absprache.
Kostenloses Vorgespräch

mobil: +49- 172 320 76 69
E-Mail: Elizabeth.Marshall@gmx.de